Historie

Am Samstag, den 14.Juni 1969 wurde unser Bad in Hosenfeld durch den damaligen Ladrat Dr. Eduard Stieler in einem großen Festakt vor zahlreichen Ehrengästen als "ein modernes Freischwimmbad mit Wasserheizung" offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Bauherr dieser herrlichen Anlage war ein Zweckverband der damals noch selbständigen acht Gemeinden:

Hosenfeld, Poppenrod, Jossa, Pfaffenrod, Brandlos, Hainzell, Blankenau und Schletzenhausen.

Die Gemeinde Hosenfeld stellte das Gelände zur Verfügung und der Kreis Fulda hatte die kostenlose Planung übernommen.

Der damalige Ministerialrat Voith als Vertreter des Hessischen Innenministeriums lobte das Freibad

"als vorbildliches modernes Projekt der körperlichen Ertüchtigung und der Erholung".

Nach dem Zusammenschluß der acht Gründergemeinden zur Großgemeinde Hosenfeld, wurde das Bad in den Sommermonaten

nicht nur zur Sport- und Erholungsstätte für die Bürger, sondern insbesondere zu einem Kommunikationstreff der

Bürger aus allen Ortsteilen und diente damit dem Zusammenwachsen der neuen Großgemeinde.

Leider wurde dieser Gesichtspunkt im Laufe der Jahre nicht besonders gewürdigt. Notwendige Sanierungs- und

Erhaltungsmaßnahmen wurden nicht oder nur mangelhaft durchgeführt.

Für die damaligen Gemeindevertreter war das Schwimmbad mittlerweile zum reinen Kostenfaktor geworden, den man sich offensichtlich vom Hals schaffen wollte.

Als dann im Jahr 2004 Gerüchte aufkamen, daß die Gemeinde das Bad schließen wolle, bildete sich spontan eine Bürgerinitiative, die diese Schließung verhindern wollte. Deren Kern bestand damals aus ca. 10 Personen, die jedoch in der Folge von vielen Badefreunden unterstützt wurden. Die Bürgerinitiative zur Rettung des Freibades Hosenfeld (BISH) startete dann im Jahr 2005 eine groß angelegte Rettungsoffensive, mit dem Hauptziel, das Schwimmbad in Hosenfeld zu erhalten.

Mit erheblichem Eigenkapital, enormer Eigenleistung und mit Hilfe von spendenfreudigen Sponsoren wurde das Schwimmbad äußerlich auf Vordermann gebracht. Der gesamte Gebäudekomplex wurde gereinigt, der Umkleidebereich wurde gefliest, die Kabinen saniert und der gesamte Komplex neu gestrichen. Die Toilettenanlagen wurden total saniert und von ihrem Schmuddel-Image befreit.

Die Schrankschlösser wurden auf €-Münzen umgestellt. Die Tischtennisplatte aus Beton wurde nach Herstellung eines neuen Stellplatzes umgestellt. Selbst die kleinsten Bürger, die Kita-Kids halfen mit und bemalten die tristen Betonmauern zwischen den beiden Schwimmbecken mit fanatsievollen Motiven.

Mit der Veranstaltung von Schwimmbadfesten, dem Verkauf von Weihnachtskrippen im Winter, den Kuchenspenden und dem

Material- und Geldpenden von großzügigen Sponsoren konnte die gesamte Sanierung finanziert werden.

Mit dem Start der Badesaison 2005 präsentierte sich unser Hosenfelder Freibad in einem frischen, freundlichen, sauberen und hygienischen Outfit, welches das Baden wieder zu einem echten Vergnügen machte.

Damit war jedoch nicht Schluß mit der Initiative. Im jahr 2007 übernahm der Volleyballverein den Umbau der Volleyballanlage auf der oberen Liegewiese. Auch während der Winterzeit ruhte unser Engagement nicht. Eine der größten Kostenfaktoren, die Heizung des Bades mußte in Angriff genommen werden. Mit viel Mühe und Geduld mußten die Gemeindevertreter davon überzeugt werden, Die Wasserheizung durch eine Solar-Absorber-Anlage zu ergänzen. Auch dies schafften wir letztendlich und der Einbau dieser Anlage trägt seit 2008 dazu bei, den Kostenfaktor Heizöl von damals ca. 25.000 € nahezu gegen Null zu fahren.

Zu Beginn der Saison 2009 wurden die Betonmauern um die Schwimmbecken mit wetterfesten Lärchenbrettern als Bänke belegt. Zusätzlich wurden von der BISH noch eine Anzahl neuer Sitzbänke beschafft und rund um die Schwimmbecken aufgestellt.

Im Jahr 2010 rang sich die Gemeindeverwaltung endlich dazu durch, erst mal das Nichtschwimmerbecken zu sanieren.

Es wurde mit einem Edelstahlbecken mit einer Überlaufkrone ausgestattet. Die BISH renovierte die Treppen zwischen den beiden Schwimmbecken und versah die Durchschreitebecken mit Edelstahlwannen. Das Schwimmerbecken wurde mit einer breiten Einstiegstreppe ausgestattet, die es insbes. älteren Badegästen erleichtert ins Wasser zu kommen.

Trotz aller dieser Gemeinschftsleistungen der Bürger der Großgemeinde wurde dann 2015 erneut laut über eine evl. Schließung des Bades nachgedacht. Die Gemeinde Hosenfeld wird politisch unter finanziellen Druck gesetzt und als erstes Kostenobjekt wird

erneut das Freibad in Frage gestellt..

 

Diese erneuten Schließungsgerüchte veranlassten die Mitglieder der bisherigen BISH, ihren Bemühungen eine rechtlich abgesicherte Grundlage zu geben. So entstand am 23.02.2016 der Fördeverein Schwimmbad Hosenfeld e.V., der die Ziele der ehemaligen Bürgerinitiative voll und ganz übernahm. Durch die Feststellung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Fulda ist der neue Verein nun in der Lage, Spenden zu sammeln und die Anstrengungen zum Erhalt unseres Bades neu zu formieren.

Wie weit dies im Sinne der gesamthosenfelder Bürger ist, lässt sich am besten dadurch belegen, dass der Förderverein Schwimmbad Hosenfeld e.V. innerhalb von nur zwei Wochen nach seiner Gründung bereits auf fast 300 Mitglieder angewachsen ist und täglich zunimmt.

Dieser rasante Zuwachs sollte eigendlich allen politischen Kräften innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde zu denken geben.

Die Mitgliedschaft in unserem Verein ist nicht Vereinmeierei, sondern vor allem eine gemeindepolitische Meinungsäußerung unserer Bürger zu ihrem Freibad, die von den gewählten politischen Gremien nicht in den Wind geschlagen werden sollte!!!!!!

 

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© Rainer Steinmetz